Wie kann QR-Code-Marketing evaluiert werden?

Studienergebnisse: Masterarbeit untersucht Erfolgsfaktoren für QR-Code-Marketing im Kulturbereich

Der Erfolg einer Marketingkampagne mit QR-Codes kann mit verschiedenen Messgrößen festgestellt werden. Sie sind in Abhängigkeit vom Kampagnenziel zu wählen. Möchte ein Kulturbetrieb mit dem QR-Code-Einsatz die Umsätze ankurbeln, kann überprüft werden, ob die Umsätze in dem Zeitraum tatsächlich gestiegen sind. Außerdem lassen sich die Anzahl der Scans messen, die Anzahl an Interaktionen (wie viele Personen haben zum Beispiel am Gewinnspiel teilgenommen) oder die Anzahl an Downloads einer App, wenn der QR-Code darauf verlinkt hat. Ist ein situationsbezogener QR-Code entsprechend codiert, kann sogar die Anzahl der Scans im Hinblick auf seinen Einsatzort erfasst werden.

Wenn Marketingvertreter aus Kulturbetrieben wissen wollen, wie sich die Nutzer auf der Website verhalten, auf die der QR-Code verlinkt, können sie die Ergebnisse ihrer gängigen Online-Messinstrumente oder Evaluationssoftware auswerten. Dabei kann erfasst werden, welche Unterseiten auf der Website von den Nutzern angeklickt werden, wie lange sie die jeweiligen Seite besucht haben (Verweildauer) und an welcher Stelle sie die Website verlassen haben (vgl. Kreutzer 2012: 153ff.).

Katharina Sippel empfiehlt in ihrer Studie „Performance Messung von QR-Code-Marketingkampagnen im cross-medialen Marketing“ ein zweistufiges Verfahren für die Erfolgsmessung: Zunächst zeigt sie Wege auf, wie die Werbewirkung/Effektivität mit Hilfe des AIDA Modells[1] und ergänzenden Formeln gemessen werden kann. Darauf folgt die Effizienz- und Kampagnenbewertung im Hinblick auf monetäre und nicht-monetäre Kennzahlen. Die Berechnung der Formeln und Kennzahlen ist aufwendig und kann in der Studie nachgelesen werden.

Wenn Kulturbetriebe mit dem Einsatz von QR-Codes beabsichtigen, ihr Image zu verbessern oder Aufmerksamkeit zu generieren, verfolgen sie damit Ziele, die kaum quantifizierbar sind. Eine (qualitative) Besucherbefragung liefert Antworten. Dabei kann abgefragt werden, ob die Besucher den QR-Code wahrgenommen haben, wie sie die Inhalte (und ihre Wirkung auf das Bild vom Kulturbetrieb) bewerten, falls sie ihn gescannt haben oder was etwaige Hürden waren. Eine Besucherbefragung ist jedoch in der Konzeption, Durchführung und Auswertung eine zeit- und arbeitsintensive Methode.

Über die Studie

Lisa Lietz und Laura Geissler aus dem LiveQR-Team haben wissenschaftlich untersucht, was QR-Code-Marketing für Kulturbetriebe erfolgreich macht und anhand der Ergebnisse entsprechende Handlungsempfehlungen formuliert.

Für die Studie wurden einerseits Experten interviewt, die Erfahrungen mit dem Einsatz von QR-Codes haben (u.a. Vertreter aus dem Marketing von Kulturbetrieben, Mobile-Marketing-Experten) und andererseits die potentiellen QR-Code-Nutzer befragt (also diejenigen, die sowohl Kulturangebote besuchen als auch ein Smartphone besitzen). Weitere Informationen zur Studie sowie erste Studienergebnisse, mögliche Ziele und Zielgruppen von QR-Code-Marketing im Kulturbetrieb sowie die Erfolgsfaktoren der Umsetzung sind nachzulesen.

Im letzten, noch ausstehenden Beitrag, wird das Potential von QR-Codes beleuchtet.

Quellenangaben:

Andere Nr. 2: Sippel, Katharina (2012): Ergebnisse der Studie: Performance Messung von QR-Code Kampagnen im cross-medialen Marketing, Aachen.

Kreutzer, Ralf T. (2012): Praxisorientiertes Online-Marketing. Konzepte – Instrumente – Checklisten, Wiesbaden.


[1] „Hierbei wird aufbauend auf dem AIDA Modell die Werbewirkung innerhalb der einzelnen Stufen Attention, Interest, Desire und Action anhand der von den Experten als wichtig erachteten Kenngrößen ermittelt und in Form eines Indizes ausgedrückt.“ (Andere Nr. 2)